Strahlenschutz

Der Strahlenstützpunkt für den Bezirk Perg wurde im Jahre 1994 gegründet, durch geziehlte Schulungen und Übungen wird er einsatzfähig gehalten.

 

Personal: 15 Kameraden vom Abschnitt Mauthausen, ein Kamerad vom Abschnitt Grein.

Allgemeine Information Thema:    Strahlenschutz

Wodurch entsteht Strahlung ?

Strahlung wird frei bei der

Kernumwandlung

eines Atomes


Wie ist Strahlung feststellbar ?

Ich sehe nichts

Ich spüre nichts

Ich rieche nichts

  • mit menschlichen Sinnesorganen NICHT feststellbar, nur deren Wirkung
  • nur meßtechnisch feststellbar

Wo gibt es Strahlung ?

Natürliche Strahlung

terrestrische Strahlung

 

aus Boden

kosmische Strahlung

 

aus Weltall

Künstliche Strahlung

Medizin


Röntgen, Kobaltkanone

Technik


techn. Anlagen, Sprengversuche, KKW

Unfälle


Transport, Tschernobyl

 

Umgebungsstrahlung:

 

Terrestrische

~ 450  µSv/a

 

Kosmische

~ 350  µSv/a

 

Bauwerke

~ 200  µSv/a

 

Speisen,Getränke

~ 200  µSv/a

~1200 µSv/a

Medizinische Behandlung

~ 1200 µSv/a

Radioaktiver Niederschlag

~ 40 µSv/a

Fernseher, Computer, etc.

~ 10 µSv/a

 

Technik (Kernreaktoren, etc.)

~ 40 µSv/a

~1300 µSv/a

a = Pro Jahr

Strahlenarten:

 

Alphastrahlen

a

Betastrahlen

b

Gammastrahlen

g

Je nach radioaktiven Stoff kommen die verschiedenen Strahlenarten einzeln oder kombiniert vor.

Reichweite und Energie der Strahlen

 

Strahlenart

Reichweite

Abschirmung

a

einige Zentimeter

Blatt Papier

b

einige Dezimeter

1 mm Metall

g

einige
Kilometer

starker Beton

Vergleich Strahlung - Sonnenschein:

Je stärker die Sonne scheint und

je länger du in der Sonne sitzt,

desto stärker ist der Sonnenbrand.

In welcher Form kommen radioaktive Stoffe vor?:

Umschlossene Strahler

durch dichte Hülle verschlossen (verschraubt, verschweißt oder verlötet)

Gefahr durch Strahlung

Offene Strahler

fest

flüssig

gasförmig

Gefahr Inkorporation, Kontamination, Strahlung

Gefahren für den Menschen:

Inkorporation

Kontamination

Bestrahlung

 

Inkorporation:

Eindringen von strahlenden Teilchen in den menschlichen Körper

wodurch:

Atmen, Essen, offenen Wunden etc.

Strahlenart:

a, b, g

Gefahr:

Teilchenablagerung in Knochen, Schilddrüse, Blut etc.

Schutz:

Atemschutz, Abdecken der offenen Wunden

Kein Essen, Trinken oder Rauchen am Einsatzort !!

Kontamination:

Ablagerung von strahlenden Teilchen auf der Hautoberfläche

wodurch:

Kontakt mit strahlendem Material, radioaktiver Niederschlag

Strahlenart:

a, b, g

Gefahr:

Eindringen durch Haut in den Körper
Þ Inkorporation

Festsetzen von strahlendem Material z.B. in Haaren Þ  Bestrahlung

Schutz:

Schutzbekleidung, Handschuhe, Stiefel, Kapuze


Bestrahlung:

Einwirken der direkten Strahlung auf den menschlichen Körper

wodurch:

Aufenthalt im Strahlenbereich, Kontamination und Inkorporation

Strahlenart:

g

Gefahr:

dauerhafte Gewebeschädigung

Schutz:

3 - A Regel

 

3 - A  Regel

Abstand

Abschirmung

Aufenthaltszeit

 

Paracelsus:

Alles im Leben ist Gift,
nur die Dosis macht das Gift

Auswirkungen auf den Menschen:

 

Dosis

Wirkung

< 0,25 Sv

Keine nennenswerte Auswirkung

0,5 Sv

Blutbildänderung (regenerierbar)

1 Sv

Blutbildänderung, Unwohlsein

2 Sv

Schwere Blutbildveränderung, Strahlenkater

4 Sv

Schwere Strahlenkrankheit, erste Todesfälle

4,5 Sv

Halbletatale Dosis (etwa 50 % Todesfälle)

7 Sv

Letale Dosis (sicherer Tod)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Max. Dosisleistung in Tschernobyl    10Sv/Stunde

 

Halbwertszeit:

Zeit, in der die Hälfte der Umwandlungen stattfindet

Die Halbwertszeit ist je nach chem. Element verschieden.

 

Beispiele:

 

Krypton 90

30 sek.

Jod 131

8 Tage

Kobalt 60

5 Jahre

Cäsium 137

30 Jahre

Kohlenstoff 14

5570 Jahre

Uran 238

4,5 Milliarden Jahre

 

 

 

 

 

Stützpunktleiter Höllwirth Heinz BI

Weitere Infos und und eine Unterschriftenliste gegen AKW's gibt es hier unter dem Link: www.strahl.jimdo.com

 


 


 


 

 


 

 


 

 


 

 

 
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